Samstag, 19. September
Die Umrundung des Murtensees steht schon lange auf unserer Wunschliste. Um von zuhause dorthin zu radeln, reicht die Zeit nicht. Wir müssen die Bikes verladen und in Kerzers zu unserer Fahrt starten.
In Eile sollte man keine Sightseeing-Tour antreten! Bereits in Murten werden wir kribblig - wir geraten mitten in einen Triathlon-Wettbewerb. Durch das ganze Städtchen ist Bike-Schieben angesagt, da wir den Athleten nicht entgegen fahren dürfen. Beim schnellen Gehen machen sich Rücken und Hamstrings immer noch bemerkbar - zurzeit bin ich ganz froh, dass wir keine Wettkampfpläne haben ...
Unser Regenerations-Training hat uns die Türe zu ganz neuem Erleben geöffnet. Die Reichweite, die man per Rad hat, ist fantastisch!
Die regionale Veloroute 44 (Burgdorf - Trois Lacs (drei Seen) - Lausanne) bringt uns ans Westufer des Murtensees, und am nördlichen Ufer "klettern" wir auf steilen Serpentinen zu den Weinbergen hoch.
Die schmalen Wege, die sonnendurchfluteten Hänge, die Aussicht auf Wasser und Wolken erinnern uns an Ferien-Touren auf der Insel Elba.
Deutlich ist zu sehen, wie das braune Wasser der Broye in den See mündet. Wir profitieren vom kräftigen Westwind, der uns hilft, die Höhenmeter zu überwinden. Er treibt dicke Wolken vor sich her. Sie lassen da und dort Niesel-Schleier fallen und zaubern Regenbogen an den Himmel, doch uns lacht die Sonne.
In den Weinbergen sind emsige Helfer mit der Traubenernte beschäftigt. Man grüsst sich mit "Bonjour" - unbemerkt sind wir etwa 40 Kilometer von zuhause entfernt im französisch sprechenden Landesteil gelandet.
Als wir uns auf dem Mont Vully verfransen und zwei lokale Mountainbiker nach dem Weg fragen müssen, sind wir froh um unsere Französischkenntnisse.
Vom höchsten Punkt aus ist die Aussicht auf beide Seiten atemberaubend. Nicht nur der Murtensee liegt uns zu Füssen, auch der Neuenburgersee glitzert im Abendlicht. Nach wenigen Metern Abfahrt öffnet sich der Blick auf die "Patchworkdecke" der Seeländer Gemüsefelder. Entlang von Sandsteinfelsen geht es in wenigen Minuten rasant bis zur Ebene hinunter.
Auf der langen Schotterpiste entlang des Ostufer des Murtensees knurren unsere Mägen fordernd - die ganze Energie ist verpufft. Da wirkt die verlassene Verpflegungsstelle des Triathlons wie ein Geschenk des Himmels. Wir retten einen kleinen Schluck Cola vor dem Ausschütten, und das Cola rettet uns vor dem drohenden Hypo ...
Kräftig können wir auf den letzten Kilometern durchs Gemüseland des "Grossen Mooses" wieder in die Pedalen treten.
42.8 km Biketour 19.1 km/h / Puls 118
+/- 365 hm, 18° schön, Regenschauer, zügiger W-Wind
Track https://connect.garmin.com/modern/activity/903418220
Am Sonntag wollen wir uns den Weg nach Kerzers aus eigener Kraft erarbeiten. In Büren an der Aare biegen wir wieder auf die Route 44 ein. Bald treffen wir auf den Lauf der Alten Aare. Der Radweg verläuft lauschig im Dickicht an deren Ufer, und die goldene Herbstsonne blitzt durch's dichte Blätterdach.
Ab Aarberg ist der Streckenverlauf oft schnurgerade. Zuerst geht es auf einer Schotterpiste dem Aare-Hagneck-Kanal entlang, darauf kilometerweit westwärts durchs Grosse Moos. Am Wegrand stehen rote und weisse Kohlköpfe, Rosenkohl, Karotten, Salat und Rote Beete in Reih und Glied.
Vorbei an den Dörfern Siselen und Finsterhennen geht es immer weiter westwärts, und plötzlich erregt ein Baum ungeheuren Ausmasses unsere Aufmerksamkeit. Wovon diese uralte Platane wohl zu berichten wüsste?
Ab Kerzers leiten uns die Routen 94 und 8 heimwärts. Und wir kommen aus dem Stauenen nicht heraus, welche unbekannten Naturschönheiten es so nahe von unserem Zuhause zu entdecken gibt.
Vor Aarberg verläuft die Aare malerisch entlang von steilen Sandsteinfelsen.
Nun verlassen wir die roten Wegweiser und suchen mit müden Beinen den direktesten Weg nach Hause. In Spins eröffnet sich noch einmal der Blick über das Seeland bis hin zum Jura, und wir treffen auf einen Weiler, dessen Namen wir nicht im entferntesten deuten können.
Für heute sind wir genug geradelt - die Route 44 führt allerdings bis nach Lausanne. Die Stadt am Genfersee wäre ein lockendes Ziel für eine weitere Langstrecken-Fahrt.
70.3 km Biketour 21.0 km/h, Puls ca. 120
+/- 500 hm, 18° schön, zügiger O-Wind
Track https://connect.garmin.com/modern/activity/904608426
Sonntag, 20. September 2015
Donnerstag, 17. September 2015
Letzte Sommer-Sonnenstrahlen tanken
Sonntag, 13. September
Wir können definitiv nicht mehr von den roten Radweg-Wegweisern lassen! Die Neugier, nur schnell nachzuschauen, wohin jene Route in der nächsten Umgebung führt (Nr. 24), bringt uns bis zum Bielersee.
Nach den nächtlichen, abkühlenden Regenschauern ist die Sonne wieder hervorgekommen. Es ist noch einmal sommerlich warm. Doch die frisch abgeernteten Felder duften erdig, und die reichen Auslagen der Hofläden am Wegrand zeugen eindeutig davon, dass es Herbst wird.
Nicht nur wir nutzen die Gelegenheit noch ein paar Sommer-Sonnenstrahlen zu ernten. Auf dem Naturweg entlang des Aarekanals bis zum Bielersee heisst es Slalom-Fahren. Spaziergänger, Wanderer mit oder ohne Hunde, Radfahrer, Kinderwagen Schiebende, Flyer-Touren-Fahrer und Angler lockt der strahlende Nachmittag nach draussen.
Doch die Hindernisfahrt lohnt sich. Herrlich ist es am glitzernden See eine Weile am Ufer zu sitzen. Wir lassen uns Eis bzw. Nussgipfel schmecken, bevor die Erkundungstour auf einer anderen Route (Nr. 64) wieder heimwärts führt.
Eine besondere Überraschung ist die Routenführung durch Lyss. Die lauschigen Wege entlang des Lyssbaches waren uns völlig unbekannt, obwohl wir eine Zeit lang da gewohnt hatten!
52.2 km Biketour 21.1 km/h / Puls 112
+/- 280 hm, 20° schön, sanfter N-Wind
Track https://connect.garmin.com/modern/activity/897471723
Dienstag
23.4 km ElliptiGO 21.1 km/h / Puls 126
+/- 210 hm, 16° schön, kräftiger NO-Wind
Wir können definitiv nicht mehr von den roten Radweg-Wegweisern lassen! Die Neugier, nur schnell nachzuschauen, wohin jene Route in der nächsten Umgebung führt (Nr. 24), bringt uns bis zum Bielersee.
Nach den nächtlichen, abkühlenden Regenschauern ist die Sonne wieder hervorgekommen. Es ist noch einmal sommerlich warm. Doch die frisch abgeernteten Felder duften erdig, und die reichen Auslagen der Hofläden am Wegrand zeugen eindeutig davon, dass es Herbst wird.
Nicht nur wir nutzen die Gelegenheit noch ein paar Sommer-Sonnenstrahlen zu ernten. Auf dem Naturweg entlang des Aarekanals bis zum Bielersee heisst es Slalom-Fahren. Spaziergänger, Wanderer mit oder ohne Hunde, Radfahrer, Kinderwagen Schiebende, Flyer-Touren-Fahrer und Angler lockt der strahlende Nachmittag nach draussen.
Doch die Hindernisfahrt lohnt sich. Herrlich ist es am glitzernden See eine Weile am Ufer zu sitzen. Wir lassen uns Eis bzw. Nussgipfel schmecken, bevor die Erkundungstour auf einer anderen Route (Nr. 64) wieder heimwärts führt.
Eine besondere Überraschung ist die Routenführung durch Lyss. Die lauschigen Wege entlang des Lyssbaches waren uns völlig unbekannt, obwohl wir eine Zeit lang da gewohnt hatten!
52.2 km Biketour 21.1 km/h / Puls 112
+/- 280 hm, 20° schön, sanfter N-Wind
Track https://connect.garmin.com/modern/activity/897471723
Dienstag
23.4 km ElliptiGO 21.1 km/h / Puls 126
+/- 210 hm, 16° schön, kräftiger NO-Wind
Samstag, 12. September 2015
Ein vierblättriges Kleeblatt ...
... hätten wir bei unserer Biketour heute auf die Landkarte "malen" wollen. Wir dachten nämlich dabei Daumen drückend und Glück wünschend an unsere Läuferkollegen, die am Jungfrau-Marathon unterwegs waren. Das Bild der Route auf der Garmin-Aufzeichnung lässt zu wünschen übrig - die guten Gedanken sind hoffentlich trotzdem angekommen!
Wenn auch beim Blick in Richtung Alpen ein wenig Wehmut aufkam, so hatten wir doch unseren Spass, den Schüpberg aus vier Richtungen vier Mal zu erklimmen und genauso oft auf den rasanten Abfahrten den Fahrtwind um die Ohren brausen zu hören.
Zuerst pedalten wir von Osten zur Hochfläche hinauf.
Das zweite Hügel-Intervall führte uns von Norden zum winzigen Dörflein.
Von Süden her war am meisten Kraft gefordert, und die Aussicht in die Berge am eindrücklichsten.
Vor der letzten Runde gönnten wir uns eine Pause im lauschigen Schüpberg-Beizli. Laufpause hin oder her - das Leben ist schön!
50.1 km Biketour 19.7 km/h / Puls 120
+/- 760 hm, 11-17° schön, sanfter N-Wind
Track https://connect.garmin.com/modern/activity/895773408
Wenn auch beim Blick in Richtung Alpen ein wenig Wehmut aufkam, so hatten wir doch unseren Spass, den Schüpberg aus vier Richtungen vier Mal zu erklimmen und genauso oft auf den rasanten Abfahrten den Fahrtwind um die Ohren brausen zu hören.
Zuerst pedalten wir von Osten zur Hochfläche hinauf.
Das zweite Hügel-Intervall führte uns von Norden zum winzigen Dörflein.
Von Süden her war am meisten Kraft gefordert, und die Aussicht in die Berge am eindrücklichsten.
Vor der letzten Runde gönnten wir uns eine Pause im lauschigen Schüpberg-Beizli. Laufpause hin oder her - das Leben ist schön!
50.1 km Biketour 19.7 km/h / Puls 120
+/- 760 hm, 11-17° schön, sanfter N-Wind
Track https://connect.garmin.com/modern/activity/895773408
Donnerstag, 10. September 2015
Langstrecken-Biken und Laufpause
Bereits seit drei Wochen haben wir die Sonntags-Longruns durch lange Ausfahrten per Bike ersetzt. Die rot ausgeschilderten Radrouten machen uns den Verzicht einfach. Kennt man sein Ziel, kann man getrost den Wegweisern folgen und sicher sein, dass man möglichst auf Nebenwegen durch sehenswerte Gegenden gelotst wird!
Am 30.8. starten wir noch bei Dunkelheit. Sursee, das Städchen am Sempachersee wollen wir diesmal über die Mittelländer Hügelroute erreichen (Regionale Route Nr. 84 von Veloland Schweiz).
Bis nach Kirchberg kennen wir die Gegend vom Laufen her und können auf bekannten Wegen dem fantastischen Sonnenaufgang entgegen rollen.
Dort hilft uns ein Info-Punkt samt Karte weiter. Nach einem Abstecher auf den Alten Bernerweg (Route Nr. 34) machen wir in Niederösch einen Schwenker nach Wynigen. Hier kann unsere Reise auf der Mittelländer Hügelroute beginnen.
Erst ist von Hügeln nicht viel zu spüren. Gemütlich radeln wir durchs sonnendurchflutete Tal der Önz. Der Weg führt durch Bollodingen und Bettenhausen - Ortschaften, deren Namen wir noch nie gehört hatten.
Vor Langenthal wird die Strecke ihrem Namen dann gerecht. Die Steigungen sind aber mild, und die hügelige Fahrt beschert uns wunderschöne Ausblicke übers Mittelland bis zur Jurakette.
Am Bahnhof von Langenthal haben wir gut die Marathon-Strecke geschafft - Zeit für ein Frühstück, danach sind wir gewappnet für die restlichen 38 Kilometer.
Vorbei am Kloster von St. Urban gehts nach Pfaffnau. Hier haben sich die höhenmeterreichsten Passagen versteckt.
Auf eine weite Hochebene folgt die schwungvolle Abfahrt durch den "Martinsgrabe", die uns zur Autobahn A2 bringt.
Meist ausser Seh- und Hörweite der Hauptverkehrsachse leiten uns die roten Schilder flussafwärts der Wigger entlang durchs gleichnamige Tal. Eindrucksvolle, alte Bauernhöfe und das Naturschutzgebiet "Undermoos" liegen an unserem Weg.
Und die Aussicht nach dem letzten anstrengenden Anstieg ist eine tolle Belohnung. Vor den berühmten Ausflugsbergen Rigi und Pilatus glitzert der Sempachersee in der Sonne, und bis an den gedeckten Tisch bei Andis Eltern ist es nicht mehr weit.
85.7 km lange Biketour 20.3 km/h / Puls 127
+ 675 hm / - 705 hm, 18-30° schön, sanfter OSO-Wind
Track https://connect.garmin.com/modern/activity/882333858
Bis vor einer Woche dachten wir trotz Rückenschmerzen (Folgen einer Diskushernien-Operation 2007) und Plantarsehnenreizung (Andi) an einem Lauftraining pro Woche festhalten zu können. Und am Montag startete ich mit neun motivierten Frauen zu Fuss zu einem, lange in Aussicht gestellten Laufkurs ...
Doch es macht keinen Spass bei jedem Schritt Einschränkungen und Schmerzen zu spüren. Und auf lange Sicht wird die Heilung wahrscheinlich verzögert. So haben wir uns nun zur Laufpause entschieden.
Definitiv ausschlaggebend war, dass ich auf ein Interview mit dem schwedischen Top-Ultraläufer Jonas Buud stiess. Er hat u.a. die Königsdisziplin des Swissalpine (K78) bereits achtmal in Serie gewonnen.
In seinem Becken war nach der 100 km-WM Ende November ein Haarriss entdeckt worden, und die Ärzte sagten ein Jahr Abwesenheit vom Sport voraus ...
Er nahm den weiten Weg in Angriff - zuerst mit leichter Physio und Rumpfkraft-Übungen. Es folgten im Winter Langstrecken-Fahrten auf dem Hometrainier, welcher Tour de France-Passagen simulierte. Erst im April waren erste Laufschritte möglich - 5 x 1 Minute - welch vorbildlich sanfter Einstieg für einen Ultraläufer, der sich gewohnt ist über sechs Stunden zu laufen!
Im Mai gelangen 40 Lauf-Minuten am Stück - und bereits Ende August konnte Jonas Buud einen magischen Rekord-Sieg bei der Sommerausgabe des Vasalaufes dem "Ultravasan" über 90 km feiern! Er bewältigte die anspruchsvolle, hügelige Strecke, die oft auf Holzplanken durch Moore verläuft in 5:45 Stunden - im unvorstellbaren 3:50 Min./km Schnitt!
Rekorde möchten wir keine mehr brechen, jedoch unbedingt die Marathondistanz wieder bewältigen!
Mit dem Umsteigen auf die Mountainbikes sind wir wohl vorerst auf einem guten Weg. Ob unsere hügelige Abendrunde über den nahen Frienisberg und den Schüpbberg der Tour de France-Strecke nur annähernd ähnelt, wissen wir nicht - schön ist sie auf jeden Fall - und sie tröstet darüber hinweg, dass die Laufschuhe im Schrank bleiben müssen!
Donnerstag, 3. September
23.4 km 19.6 km/h / Puls 115
+/- 330 hm, 18° bedeckt, sanfter WNW-Wind
Track https://connect.garmin.com/modern/activity/886863860
Dienstag, 8. September
23.3 km 18.8 km/h / Puls 111
+/- 345 hm, 21° schön, starker O-Wind
Track https://connect.garmin.com/modern/activity/892240210
Am 30.8. starten wir noch bei Dunkelheit. Sursee, das Städchen am Sempachersee wollen wir diesmal über die Mittelländer Hügelroute erreichen (Regionale Route Nr. 84 von Veloland Schweiz).
Bis nach Kirchberg kennen wir die Gegend vom Laufen her und können auf bekannten Wegen dem fantastischen Sonnenaufgang entgegen rollen.
Dort hilft uns ein Info-Punkt samt Karte weiter. Nach einem Abstecher auf den Alten Bernerweg (Route Nr. 34) machen wir in Niederösch einen Schwenker nach Wynigen. Hier kann unsere Reise auf der Mittelländer Hügelroute beginnen.
Erst ist von Hügeln nicht viel zu spüren. Gemütlich radeln wir durchs sonnendurchflutete Tal der Önz. Der Weg führt durch Bollodingen und Bettenhausen - Ortschaften, deren Namen wir noch nie gehört hatten.
Vor Langenthal wird die Strecke ihrem Namen dann gerecht. Die Steigungen sind aber mild, und die hügelige Fahrt beschert uns wunderschöne Ausblicke übers Mittelland bis zur Jurakette.
Am Bahnhof von Langenthal haben wir gut die Marathon-Strecke geschafft - Zeit für ein Frühstück, danach sind wir gewappnet für die restlichen 38 Kilometer.
Vorbei am Kloster von St. Urban gehts nach Pfaffnau. Hier haben sich die höhenmeterreichsten Passagen versteckt.
Auf eine weite Hochebene folgt die schwungvolle Abfahrt durch den "Martinsgrabe", die uns zur Autobahn A2 bringt.
Meist ausser Seh- und Hörweite der Hauptverkehrsachse leiten uns die roten Schilder flussafwärts der Wigger entlang durchs gleichnamige Tal. Eindrucksvolle, alte Bauernhöfe und das Naturschutzgebiet "Undermoos" liegen an unserem Weg.
Und die Aussicht nach dem letzten anstrengenden Anstieg ist eine tolle Belohnung. Vor den berühmten Ausflugsbergen Rigi und Pilatus glitzert der Sempachersee in der Sonne, und bis an den gedeckten Tisch bei Andis Eltern ist es nicht mehr weit.
85.7 km lange Biketour 20.3 km/h / Puls 127
+ 675 hm / - 705 hm, 18-30° schön, sanfter OSO-Wind
Track https://connect.garmin.com/modern/activity/882333858
Bis vor einer Woche dachten wir trotz Rückenschmerzen (Folgen einer Diskushernien-Operation 2007) und Plantarsehnenreizung (Andi) an einem Lauftraining pro Woche festhalten zu können. Und am Montag startete ich mit neun motivierten Frauen zu Fuss zu einem, lange in Aussicht gestellten Laufkurs ...
Doch es macht keinen Spass bei jedem Schritt Einschränkungen und Schmerzen zu spüren. Und auf lange Sicht wird die Heilung wahrscheinlich verzögert. So haben wir uns nun zur Laufpause entschieden.
Definitiv ausschlaggebend war, dass ich auf ein Interview mit dem schwedischen Top-Ultraläufer Jonas Buud stiess. Er hat u.a. die Königsdisziplin des Swissalpine (K78) bereits achtmal in Serie gewonnen.
In seinem Becken war nach der 100 km-WM Ende November ein Haarriss entdeckt worden, und die Ärzte sagten ein Jahr Abwesenheit vom Sport voraus ...
Er nahm den weiten Weg in Angriff - zuerst mit leichter Physio und Rumpfkraft-Übungen. Es folgten im Winter Langstrecken-Fahrten auf dem Hometrainier, welcher Tour de France-Passagen simulierte. Erst im April waren erste Laufschritte möglich - 5 x 1 Minute - welch vorbildlich sanfter Einstieg für einen Ultraläufer, der sich gewohnt ist über sechs Stunden zu laufen!
Im Mai gelangen 40 Lauf-Minuten am Stück - und bereits Ende August konnte Jonas Buud einen magischen Rekord-Sieg bei der Sommerausgabe des Vasalaufes dem "Ultravasan" über 90 km feiern! Er bewältigte die anspruchsvolle, hügelige Strecke, die oft auf Holzplanken durch Moore verläuft in 5:45 Stunden - im unvorstellbaren 3:50 Min./km Schnitt!
Rekorde möchten wir keine mehr brechen, jedoch unbedingt die Marathondistanz wieder bewältigen!
Mit dem Umsteigen auf die Mountainbikes sind wir wohl vorerst auf einem guten Weg. Ob unsere hügelige Abendrunde über den nahen Frienisberg und den Schüpbberg der Tour de France-Strecke nur annähernd ähnelt, wissen wir nicht - schön ist sie auf jeden Fall - und sie tröstet darüber hinweg, dass die Laufschuhe im Schrank bleiben müssen!
Donnerstag, 3. September
23.4 km 19.6 km/h / Puls 115
+/- 330 hm, 18° bedeckt, sanfter WNW-Wind
Track https://connect.garmin.com/modern/activity/886863860
Dienstag, 8. September
23.3 km 18.8 km/h / Puls 111
+/- 345 hm, 21° schön, starker O-Wind
Track https://connect.garmin.com/modern/activity/892240210
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