Sonntag, 19. August 2012

Berglauf-Training auf der Jungfrau-Marathon Strecke

Früh um sechs Uhr machten wir uns zusammen mit Hugo auf den Weg nach Lauterbrunnen. 
Einmal sollte man doch vor dem Jungfrau-Marathon auf der Strecke trainiert haben... Wie gut, dass das Vorhaben mit einem Hitzetag im Flachland zusammenfiel.


Als wir das Auto oberhalb der munter sprudelnden Lütschine im Parkhaus abstellten, zeigte das Thermometer auch im schattigen Lauterbrunnental bereits 19° an.
Das Loslaufen im Schatten war jedoch angenehm, und nach kaum einem Kilometer kamen wir am faszinierenden Staubbachfall vorbei.


Die flache Schlaufe im Lauterbrunnental ging locker von den Beinen, und in der "Wengener Wand" war Power-Wandern angesagt, wobei wir prompt von zwei locker trabenden Läufern und einer schnellen Läuferin überholt wurden. Wir kamen gehend auch gut voran und konnten schon bald das Tal von oben betrachten.

Bis nach Wengen liefen wir im Schatten. Erst nach der Hanegg-Skipiste kroch die Sonne über die Berggipfel und tauchte die Bergwiesen in bezauberndes, goldenes Licht.
Es wurde sogleich spürbar wärmer, und wir freuten uns auf dem Weg zur Wengern Alp über jeden schattigen Abschnitt und die grandiose Aussicht nach Mürren und aufs Schilthorn.
Das beeindruckendste Erlebnis bei jedem Training auf der Jungfrau-Marathon Strecke - oder beim Rennen selber - ist jedoch der Moment, da sich die Jungfrau und das Silberhorn zum ersten Mal zeigen. Auch diesmal konnten wir uns am berühmten Bergmassiv kaum sattsehen, während wir auf dem nun flacheren Weg ein Stück locker trabten und die Läufer von der "Wand" wieder einholten.

Vorbei an der Grossbaustelle für einen neuen Skilift bogen wir um die Felswand auf das Herzstück der Jungfrau-Marathon-Strecke ab. Mit langsam müden Beinen kletterten wir über die vom Gletscher glattpolierten Felsbrocken zur Haaregg hoch. Noch steiler ging es an der Steilwand der Loucherflue vorbei und über eine üppig blühende Bergwiese hinüber zur Moräne des Eigergletschers.

Gerne blieben wir hier ein, zwei Mal stehen, um ein paar Fotos von der imposanten Bergwelt zu schiessen.


Die eindrückliche Moräne war wie immer fast zu schnell bewältigt.
Locker trabten wir hinüber zur Loucherflue und meisterten mit Anlauf die letzten der fast 1'500 Höhenmeter.

War das ein gutes Gefühl, den höchsten Punkt erreicht, das vorgenommene Training wieder mal gut geschafft zu haben! Da mussten wir doch noch einmal ehrfürchtig auf die zürckgelegten Höhenmeter zurückblicken.




Bergab ging es fast von selbst der Kleinen Scheidegg entgegen.
Beim türkisblauen Stausee für die Schneekanonen-Versorgung liessen wir einen Moment die tollen Spiegelungen auf uns wirken.


Dann gab es kein Halten mehr. Riesen-Durst und Hunger wollten gestillt werden. Wir flogen die letzten Meter dem Restaurant beim Bahnhof Scheidegg entgegen. 

Dort bestellten wir  "Älplerzmorge" und genossen die Aussicht auf unsere berühmten Berge, musterten andere ankommende, angehende Jungfrau Marathon-Läufer und schauten dem Gewusel der Asiaten auf dem Weg zum Jungfrau-Joch zu.
Unser Berglauf-Training war wunderschön, doch es hat auch aufgezeigt, dass die Strecke nicht zu unterschätzen ist und Respekt verlangt.

22.6 km Berglauftraining 
auf der zweiten Hälfte der Jungfrau-Marathon Strecke 
8:42 Min./km / Puls 145 / + 1465 Höhenmeter / ca. 22°
1/2 MT Lauterbrunnen - Ziel JMT Kleine Scheidegg - 3:05:49
Track http://connect.garmin.com/activity/212308582

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