Donnerstag, 13. Februar 2014

Vom Winde verschont

Westwind in Orkanstärke braust mit Böenspitzen von 150 km/h gegen Abend über die Schweiz. Der Himmel ist pechschwarz, Regen prasselt in heftigen Schauern horizontal an die Fensterscheiben, und wir haben vereinbart, um halb sechs Uhr laufen zu gehen...
Während wir diskutieren, wie wir uns vor diesem Unwetter schützen sollen, wird es am Horizont heller und hört auf zu regnen.

Nach wenigen Metern führt unser Weg durch den Wald. Die Strasse ist übersät von Ästen und Tannenzapfen, und in den Baumkronen rauscht noch immer der Wind - nein, rauschen ist untertrieben, der starke Luftstrom scheint im Geäst zu fauchen!
Böen schütteln uns durch, als wir quer zum Wind ins Nachbardorf laufen, doch dann wenden wir uns Richtung Osten und dürfen uns schieben lassen. Bald wird mir in der winddichten Regenjacke viel zu warm. Als ob wir Sieben-Meilen-Steifel trügen, fliegen wir dahin, und die Elektrozaun-Bänder beim Pferdehof knattern wie Peitschenhiebe im Sturm.

Im nächsten Wald wenden wir und machen uns auf heftigen Gegenwind gefasst. Doch dieser säuselt nur noch. Ohne viel zusätzlichen Kraftaufwand geht es dem Abendrot-Streifen am Horizont entgegen, während über uns immer noch bedrohlich schwarze Wolken rasant dahinsegeln. Dass darin der Donner grollt, sagt mir Andi zum Glück erst nach der Überquerung "unserer" Intervall-Ebene.

Mit einem tollem Laufgefühl kehren wir vom letzten Regenerations-Training nach dem Dubai-Marathon zurück und brennen darauf, morgen wieder mal einen Tempo-Dauerlauf in Angriff zu nehmen.


10.1 km lockerer Lauf 5:50 Min./km / Puls 125
+/- 115 hm / 7° bedeckt, starker WSW-Wind mit Böen und Gewitter
Track http://connect.garmin.com/activity/444716584

Gestern
8.2 km unterwegs mit den lätti runners
(3 x 10 Min. Halbmarathon-Tempo)
+/- 30 hm / 6° schön
Track http://connect.garmin.com/activity/444322246

Kommentare:

  1. Musst einfach gucken, dass du den Wind im Rücken hast. Dann Arme hoch und - yeah!!!!

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    1. Hallo Chris
      Das ist auf unserem Umkehrkurs nicht immer ganz einfach ;-)
      Einmal durften wir konstante Wind-Unterstützung bei einem Halbmarathon erleben. Sturmböen schoben uns von Koppenhagen über die Öresundbrücke nach Malmö - das war tatsächlich fast wie Fliegen :-)
      Gruss Marianne

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  2. Hallo Marianne,
    da hattet ihr aber Glück! Ich hatte es genau umgekehrt, genau als ich loslief, wurde es übel und auch noch Regen... :-(
    Liebe Grüße
    Elke

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    1. Hallo Elke
      Puh schwierig bei Gegenwind und Regen guter Laune zu bleiben, auch wenn mann weiss, dass dieser "K(r)ampf" stark macht ;-)
      Gruss Marianne

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