Samstag, 4. Mai 2013

Bewegungsdrang und eine schlechte Nachricht

Endlich wieder in die Laufschuhe schlüpfen! 
Schuhe schnüren kann ich nicht schreiben, denn das werde ich vielleicht nicht mehr so oft tun.
Wir haben auf der Marathon-Messe in Düsseldorf das elastische Yankz Schnürsystem entdeckt. Einmal eingefädelt bleiben die Schnürsenkel bis zum Schuhwechsel in den Schuhen. Das Rein- und Rausschlüpfen dauert nur noch Sekunden. Die Füsse werden sanft umschlossen, und man soll druckstellenfrei laufen können. 

Zum Joggen begeistert mich dieses System. Jetzt hab ich in meinen Lieblingsschuhen noch mehr das Gefühl, wie in "Hüttenfiken" auf Wolken zu schweben.

Die Laufpause und das Alternativtraining haben sich gelohnt! Bereits die ersten Laufschritte fühlen sich beschwingt an. Kein Muskel spannt oder zwickt. Und die Kraft ist auch schon zurück. Ich hoffe, dass das nicht nur an den Entzündungshemmern liege (siehe weiter unten). Doch auch Andi fühlt sich heute so gut, wie noch nach keinem, mit voller Energie gelaufenen Marathon.

Locker traben wir eine kleine Runde und schmieden neue Pläne. Wir haben vor, diesen Sommer das Gewicht vor allem auf gemütliches, umfangreiches Ausdauer-Training zu legen. Richtig Gas geben, wollen wir erst wieder im Herbst. Doch bis zum nächsten (Genuss)-Marathon dauert es nur noch vier Wochen :-)

7.1 km Jogging 6:00 Min./km / Puls 119
+/- 50 hm / 11° leichter Regen und Westwind
Track http://connect.garmin.com/activity/307349637

8.8 km Besorgung per Bike 17 km/h / Puls 103
+/ 130 hm / 13° bedeckt
Track http://connect.garmin.com/activity/307447997


Donnerstag, 2. Mai, Vormittag

Schwimmen gehen wollte ich schon lange mal wieder. Ausser in den Ferien, fehlt mir dazu die Zeit. Ich bin gespannt, ob ich mit der schmerzenden Schulter überhaupt Crawl schwimmen kann. Auf den ersten paar Längen ist es etwas mühsam. Das Gelenk wird jedoch schnell warm und beweglich, und ich kann ohne Probleme eine Stunde lang ganz gemächlich "Kacheln zählen". 

1.8 km lockeres Crawl-Schwimmen
im Hallenbad


Nachmittag 

Mein Physiotherapeut hat mir geraten, die lädierte Schulter umgehend einem Orthopäden zu zeigen. Die Schmerzen, die mich seit März beschäftigen - am Marathon-Tag allerdings erstaunlicherweise wie ausgeblendet waren - kehrten am Tag darauf unverändert zurück. 

In der Praxis des Spezialisten erhalten die Beschwerden endlich einen Namen - keinen erfreulichen zwar - Capsulitis adhaesiva / frozen shoulder / Schultersteife! 
Zu wissen, was mich plagt, ist jedoch auch etwas wert. Eine Entzündung führt dazu, dass die sehr beweglichen Kapselschichten des Schultergelenkes verkleben. Dies hat Schmerzen und deutlich eingeschränkte Beweglichkeit zur Folge. Die Ursachen sind unklar. Eine "frozen shoulder" kann spontan oder nach einer Verletzung auftreten, eine Autoimmunreaktion sein oder auf eine Operation (auch anderswo im Körper) folgen...
Der Verlauf kann frustrierend langwierig sein, verläuft in drei Stufen und kann Monate dauern - Entzündung / zunehmende Bewegungseinschränkung / "auftauen" und wieder beweglich werden der Schulter.
Eine erste Cortisonspritze direkt ins Gelenk zeigt noch keine Wirkung, und die Entzündungshemmer machen den Magen verrückt (trotz Magenschoner). 

Doch ich halte mich an der Hoffnung fest, dass das frühe Erkennen und tägliches, konsequentes Mobilisieren und Dehnen ermöglichen werden, ein möglichst grosses  Bewegungsausmass der Schulter erhalten zu können.

Wenn ich schon täglich Übungen machen muss, werde ich mein Lauftraining ab jetzt durch ein konsequentes Rumpfstabilisations-Programm bereichern. Zum Glück habe ich kein Trainings-Verbot - im Gegenteil, ich soll möglichst aktiv bleiben!


Mittwoch, 1. Mai

Nach zwei Ruhetagen werde ich kribbelig. Als sich die Sonne am Nachmittag zeigt, gibt es kein Halten mehr. Es zieht mich hinaus in die Natur zwischen die Felder, die sich über's Wochenende in ein Meer aus gelben Löwenzahnblumen und starke Düfte verströmenden Rapsblüten verwandelt hatten.
Die Laufschuhe bleiben noch stehen. Eine knappe Woche Laufpause will ich meinen Beinen gönnen, obwohl ich nach dem Marathon nur einen Tag Muskelkater verspürt hatte. Sich bei diesen frühlingshaften Temperaturen auf's Bike zu schwingen und die Einkäufe aus eigener Kraft heim zu transportieren macht auch viel Spass.


16.7 km Einkaufstour mit Bike + Ibex-Anhänger
+/- 140 hm
Track http://connect.garmin.com/activity/306103845

Kommentare:

  1. Schau, dass das mit der Schulter wieder gut kommt! Hoffe nicht, dass es vom Blogschreiben kommt... ;-))

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Danke Chris. Ich gebe mir Mühe und turne fleissig!
      Manchmal raucht der Kopf wirklich beim Blog-Lesen oder -Schreiben, und die Tasten glühen. Doch ich hoffe und hab das Gefühl, dass der spannende Austausch die Schulter eher zum "auftauen", als zum "einfrieren" bringt :-)

      Löschen