Dienstag, 23. Juli 2013

Ein Halbmarathon von der Frühstück

Heute lasse ich vor allem Bilder sprechen, denn das Internet ist super langsam und mein Computer heiss begehrt.

Müde starten wir heute Morgen zum Longrun. 
Gestern waren wir auf Sommer-"Hundeschlitten-Tour". Der Nachmittag wurde unerwartet warm. Die vierbeinigen Langstreckenläufer-Freunde taten mir leid. Wenn immer es bergauf ging, lief ich hinter dem Wagen her und habe geschoben bis mir der Schweiss in Bächen runterlief.
Zudem habe ich letzte Nacht unruhig geschlafen. Hier oben sind die Nächte im Sommer "weiss" - eigentlich türkis-blau-rosa-violett, denn die Sonne sinkt im Juli nur kurz unter den Horizont. Und die letzte Nacht war besonders hell, denn auch der Vollmond guckte noch ins Fenster. Das Schauspiel war zu faszinierend, um es ganz zu verschlafen.




Wir wählen eine Strecke, die uns eigentlich schon gut bekannt ist. Mit dem Auto sind wir sie schon mehrmals gefahren. Zum ersten Mal kommen wir überhaupt so weit, dass wir dem abgeschieden liegenden Lilltannträsk See entlang laufen können. Und jenseits einer unendlich langen Gerade entdecken wir ein verstecktes Hochmoor, das wir vom Auto aus kaum wahrgenommen hatten. Flaumiges Wollgras wiegt sich im sanften Wind. Schliesslich gelangen wir zu einem kleinen Stück Urwald, das von einem krächzenden Raben bewacht wird. Wie unterschiedlich man doch wahrnimmt, wenn man sich Zeit nimmt, zum unterwegs sein!




Das Büro läuft manchmal auch in der Wildnis mit ...











Müde sind wir gestartet. Doch schnell werden die Beine warm, und es läuft immer besser. Auf dem Heimweg verlängern wir die geplanten 20 Kilometer mit einem Schlenker zum Moor beim Lilltannträsk so weit, dass aus unserem Training ein Halbmarathon wird. 





Ob dieser Steinpilz (?) wohl essbar gewesen wäre, bevor er an seiner Grösse zerbrochen ist?


21.1 km Longrun 5:27 Min./km / Puls ca. 136
+/- 320 hm / 16° wolkenlos schön, leichter Wind
Track http://connect.garmin.com/activity/346929504

Montag, 22. Juli

Da sich unsere Beine schon beim Anlaufen sehr müde anfühlen, wählen wir den bekannten, einigermassen flachen Radweg nach Lycksele.
Noch ist es frisch. Doch die Ankunft des Sommers ist auf heute versprochen! 

10.0 km Jogging 5:53 Min./km 
Puls ca. 119
+/- 105 hm  
13° schön, starker Nordwind
Track http://connect.garmin.com/activity/346419039

Sonntag, 21. Juli

Zum Regenerieren nach dem Örträsksjö Runt Viertelmarathon joggen wir über die Ebene von Tannsele. Dabei fliegt das Nextjet Regionalflugzeug fast direkt über unsere Köpfe hinweg. Zwei bis dreimal pro Tag stellt es die Verbindung nach Stockholm sicher.
Wir haben uns vorgenommen, sieben Kilometer zu joggen, können es aber nicht lassen, einen weiteren Nebenweg zu erkunden. Nur fünf Kilometer südlich des Flugplatzes wird die Besiedlung sehr dünn. Doch auch an abgelegenen Strässchen findet man wunderschön gepflegte Häuser.




10.0 km Jogging 5:48 Min./km / Puls 119
+/- 115 hm / 16° leicht bedeckt, starker Nordwind
Track http://connect.garmin.com/activity/346017643

Kommentare:

  1. Hallo Marianne,
    danke für die wieder sehr schönen optischen Eindrücke! Mal eine praktische Frage: Wie orientiert Ihr Euch unterwegs? Habt Ihr eine Karte dabei, oder lauft ihr jeweils erst hin und kehrt dann die erlaufene Strecke zurück?
    Liebe Grüße und weiterhin schöne Läufe!
    Elke

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Elke
      Schön, gefallen dir die Einblicke in die nordische Landschaft.
      Wir haben uns von der näheren Umgebung 1:12'500er Karten besorgt, darauf sind alle Wege eingezeichnet. Und doch folgen wir meist der Asphaltstrasse, die kaum befahren ist (nach Süden liegt das nächste "Nest" 25 km entfernt). Gestern begegneten wir in einer Stunde nicht mal 10 Autos. Einen Rundweg haben wir noch nicht gewagt. Aber ab und zu machen wir Abstecher in die Holzstrassen oder Stichstrassen zu Sommerhäusern und laufen wieder zurück.
      Dir auch weitere spannende Sommer-Läufe!
      Liebe Grüsse
      Marianne

      Löschen
  2. Wahnsinns Bilder! Ich liebe diese Umgebung!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Danke Markus! Warst du selber schon hier oben? Wir haben uns im Winter in diese fantastische Landschaft verliebt.
      Gruss Marianne

      Löschen