Sonntag, 4. November 2012

Longrun mit Ohrwurm im Ohr

Gestern stimmten wir uns bei Esther und Peter mit einem kurzen, unterhaltsamen Jogging auf den gemeinsamen Abend ein (vielen Dank für das herrliche Znacht!). Dabei fühlten sich meine Laufschritte wieder erfreulich energievoller an. 

9.4 km Jogging 5:56 Min./ km / Puls 114
+/- 60 m / 16°
Track http://connect.garmin.com/activity/239932884

Heute nahm ich mir einen schonenden Longrun (5:40 - 5:45 Min./km) über die Halbmarathon-Distanz vor. Alleine auf weiter Flur trabte ich in den zauberhaft, herbst-bunten Morgen hinein. Die Strassen glänzten nach der Regennacht silbern in der Morgensonne. Und der regelmässige Takt meiner Füsse verwandelte sich in Musik. Ich hatte einen Ohrwurm im Ohr. Unaufhörlich und beflügelnd  summte dieser die Melodie von "Viva La Vida"...
Das Schönste war, dass ich beim Rennen nicht mehr daran denken musste, zu rennen, wie noch vor einer Woche. Es "lief" wieder wie von selbst. So kam ich auf die Idee, auf den letzten Kilometern eine kleine Tempo-Erhöhung zu wagen. Und jetzt kann ich mir sogar vorstellen, meine Lauf-Saison nächsten Sonntag mit einem Halbmarathon abzuschliessen.


21.7 km Longrun (bis zum 17. km 5:39 Min./km / Puls 133)
mit 3 km Tempo-Erhöhung 13:24 Min / 4:28 Min./km / Puls 161
total 5:30 Min./km / Puls 137
+/- 170 hm / 10°
Track http://connect.garmin.com/activity/240043275

Donnerstag, 1. November 2012

Generalprobe misslungen...

Schönster Sonnenschein, noch kaum Wind und nur 6°. Heute Morgen freute ich mich über Traum-Bedingungen für meine Marathon-Generalprobe. 3 x 5000 Meter im Wettkampf-Tempo standen auf dem Programm. Ein Training das ich sehr liebe!

Bereits auf dem ersten Tempo-Kilometer war die ganze Freude dahin. Es wurde sofort mühsam. Das erhoffte Gefühl von lockerem Dahingleiten blieb aus. Im Gegenteil! Bei jedem Schritt schmerzte die hintere Oberschenkelmuskulatur. Und der Puls war bereits so hoch, wie er im Schnitt nach 15 Marathon-Tempo-Kilometern hätte sein dürfen! Das zurückhaltend geplante Tempo von 4:43 Min./km war trotz deutlich zuviel Puls-Aufwand kaum zu erreichen. 

Langsam vom Tenero Marathon Abschied nehmend, verwandelte ich dieses Intervall-Training in einen 10 km Mitteltempo-Lauf. Da ich mich nicht blind starren wollte an den unschönen Werten auf meiner Uhr, und mich durch die Anzeige weder über- noch unterfordern wollte, lief ich die zweite "schnelle" 5-Kilometer-Etappe einfach nach Gefühl. 

Herausgekommen ist das schlechteste Tempo-Training seit eineinhalb Jahren...
Ein deutliches Zeichen, dass etwas Grundlegendes nicht stimmt!  

Andi kämpft nun seit genau einem Monat mit einer hartnäckigen Erkältung, die ihn vor allem durch lästigen Reizhusten und zu hohe Pulswerte ausbremst. Diesen "Käfer" scheine ich nun auch wieder im Gepäck zu haben. Nur dass er sich bei mir durch Muskelschmerzen und seit ein paar Tagen ebenfalls erhöhte (Ruhe-)Pulswerte äussert?!

Noch behalte ich den Halbmarathon in Tenero im Auge. 
Einen 5. Marathon wage ich in diesem Jahr aber definitv nicht mehr! Ich habe meinem Körper versprochen NIE mehr einen Marathon zu erzwingen, nachdem ich 2009 (ebenfalls mit Muskelschmerzen) in Firenze nur mit Mühe und Not ins Ziel kam und darauf 1 1/2 Jahre keinen Marathon mehr laufen konnte...

10 km Mitteltempo 4:53 Min./km / Puls 155
in 15 km 5:10 Min./km / Puls 147
+/- 110 hm / 6°

Gestern
4.3 km Fahrtspiel mit den lätti runners
6:49 Min./km / Puls 116
Track http://connect.garmin.com/activity/238934454 

Dienstag, 30. Oktober 2012

11 1/2 Tage und 7 Trainings...

"Langsam werde ich ungeduldig! Noch 11 1/2 Tage und 7 Trainings... 
Wenn man doch gutes Laufgefühl konservieren könnte ;-)"
Dies war meine Notiz zum entsprechenden Training (12 km / 5:39 Min./km / Puls 118), welches ich vor dem Edinburgh Marathon gelaufen war, bei welchem mir dann Ende Mai mit 3 Stunden 20 Minuten eine neue Bestzeit glückte.

11 1/2 Tage und 7 Trainings... 
So lange dauert es noch bis zum (Halb-)Marathon in Tenero. Diesmal glaube ich zu wenig Zeit zu haben, das gute Laufgefühl noch zu finden, welches nötig wäre, um voller Selbstvertrauen an den Start gehen zu können. 
Anhand der Trainings-Werte würde man es kaum vermuten. Doch es "lief" heute gar nicht rund. Jeder Schritt brauchte Überwindung. Oft ertappte ich mich beim den Gedanken: "Erst 3, 4 - noch 7, 6, 5 ... Kilometer!" So möchte ich eigentlich nicht trainieren! Nur mit dem Zweck, dass die Kilometer zum Schluss gelaufen sind...

Auf dem Heimweg erlebte ich doch noch einen Aufsteller. Munter flatterte mir ein leuchtoranger Schmetterling über den Weg (es war ganz sicher kein Herbstblatt). Als ob schönstes, warmes Sommerwetter wäre, flog er über die noch halb schneebedeckte Wiese davon.
Ich hoffe meine Energie kommt noch rechtzeitig zurück! 

12 km lockerer Lauf 5:39 Min./km / Puls 123
+/- 85 m / 6°
Track http://connect.garmin.com/activity/238570796

Montag, 29. Oktober 2012

Beine lockern

Untätig abwarten und Teetrinken ist nicht meine Stärke. Als es langsam Mittag wurde, es bald keine Hausarbeit mehr zu erledigen gab und die Sonne immer intensiver mit den Schneeresten um die Wette strahlte, konnte ich es doch nicht lassen, in die Laufschuhe zu schlüpfen. 
Das gemütliche Joggen lockerte die Beine, die in dieser Phase des Marathon-Trainings nicht so müde sein sollten, und ich tankte eine grosse Portion Sonnenenergie. 


Erkältet scheine ich wirklich nicht zu sein! Das Laufgefühl ist aber immer noch nicht so, wie es sein sollte. Weshalb, das bleibt ein Rätsel...

Die Werte auf der Pulsuhr stimmen auf jeden Fall wieder. Und ich hoffe, dass ich trotz des einen verkorksten Longruns am Marathon-Plan festhalten kann. 

7.0 km Jogging 5:56 Min./km / Puls 114
+/- 60 hm / 4°
Track http://connect.garmin.com/activity/238255198

Sonntag, 28. Oktober 2012

Zu kurzer Longrun

In Skinfit Vento Windjacke und -Hose und selbstgestrickten Fausthandschuhen hatte ich heute kein Problem mit der Kälte. Da konnte die Bise wehen und Schneeflocken durch die Luft wirbeln, wie sie wollte. Zuversichtlich startete ich zum 32 km Longrun.

Bereits auf dem dritten Kilometer fehlte es mir aber deutlich an Energie. Ich vertröstete mich mit dem Gedanken, dass es auf dem Rückweg mit Rückenwind besser laufen werde.


Meine übliche Runde konnte ich wegen tiefen Schneeverwehungen auf den Feldwegen nicht laufen. Auf schneefreien Strassen zog es mich nach zehn Kilometern wieder heimwärts. 
Meine Geschwindigkeit war bei etwas zu hohen Pulswerten zu langsam. Deshalb verwarf ich die Idee, eine Schlaufe über Schüpfen und Seewil zu laufen und nahm ab Lätti den direktesten Weg nach Hause.

Ob Andi's "Käfer" nach vier Wochen nun doch stärker sind als mein Immunsystem? Ich fühle mich zwar nicht erkältet, einfach müde und energielos... 

18.7 km Longrun 5:40 Min./km / Puls 137
+/- 195 hm / 0° Schneefall und 7 m/s "Bise"
Track http://connect.garmin.com/activity/237826649

Samstag, 27. Oktober 2012

Trauriges Schneeregen-Jogging

Und wieder bin ich im Alleingang unterwegs! Andi hat sein Marathon-Projekt der Gesundheit zuliebe nun definitiv gestrichen, zu langsam schreitet die Erholung von seiner hartnäckigen Erkältung voran.
Gegen Mittag konnte ich mich überwinden, alleine in den Dauerregen hinauszulaufen. Die lange Laufhose und die Handschuhe waren bald von der Nässe durchtränkt. Als ich nach fünf Kilometern die 40 hm höher gelegene Ebene bei Dieterswil erreichte, bemerkte ich, dass die dicken, nun langsamer vom Himmel segelnden Tropfen die ersten Schneeflocken dieses Herbsts waren. Und mir wurde klar, weshalb meine Oberschenkel und Finger nun unter dem nassen Stoff vor Kälte brannten.
So langsam und gemütlich wie geplant zu joggen, wollte nicht gelingen. Ich hatte nur einen Wunsch, so schnell wie möglich nach Hause und unter die heisse Dusche zu kommen!

11 km Jogging 5:53 Min./km / Puls 119
+/- 80 hm / 2° Schneeregen

Donnerstag, 25. Oktober 2012

Flughafen-Jogging

Als ich plante, vor dem Mittag in Kloten laufen zu gehen, hatte ich mir vorgestellt, dass mein heutiges Training von jeder Menge Verkehr, Lärm und Kerosin-Gestank geprägt sein würde.
Mit Ausnahme der etwas abenteuerlichen Überquerung einer Autobahn-Zufahrt, war meine Jogging-Strecke dann ganz anders, als ich erwartet hatte.
Ich lief durch ruhige, grüne Quartiere. Und bald trabte ich auf einem Naturweg durch raschelndes Laub der friedlich dahin fliessenden Glatt entlang, auf der bunte Herbstblätter davonschaukelten. 


Ab und zu war der Blick frei über den Flughafen und die eine Piste. Aber zu der Zeit gab es kaum Landungen und Starts. Und wenn, dann tauchten die Flieger kurz nach dem Abheben in die Wolkendecke ein. 

Aufregend war mein Training trotzdem, denn ich war mir unterwegs plötzlich nicht mehr sicher, auf welcher Stufe ich das Mittagessen in der WG unseres Sohnes warm gestellt hatte! Aus dem geplanten, gemütlichen Jogging wurde eher ein lockerer Lauf. Wie sich am Ziel herausstellte, hatte ich meine etwas verspannten Beine vergebens zur Eile angetrieben...

11.4 km Jogging oder lockerer Lauf 5:43 Min./km / Puls 123
+/- 45 hm / 10° 
Track http://connect.garmin.com/activity/236918870