Von all jenen Schuhen, die mich bei einem Marathon ins Ziel getragen haben, kann ich mich bisher nicht trennen. Auf einem Schrank und einem Büchergestell stehen 25 Paar im "Marathon-Schuh-Museum".
Nr. 15 - 25 kamen seit Mai 2011 dazu - durchwegs On Cloudsurfer, welche meist bis lange nach dem Marathon noch zum Trainieren gedient haben.
Die Ons haben mir 2011 nach einer 18 Monate langen Phase mit starken Muskelbeschwerden geholfen, wieder zur Marathon-Läuferin zu werden. Seither bin ich meist mit meinen Lieblingsschuhen unterwegs.
Zwischendurch laufe ich auch mal mit anderen Marken, habe aber noch keinen Schuh gefunden, der sich so leicht läuft und so schnelle Regeneration ermöglicht, wie die Ons.
Seit ein paar Wochen versuche ich ein "Déjà vu" zu vermeiden. Trotz der Schuhe mit den Wolkensohlen spukt die Muskulatur im rechten Bein seit einem Misstritt. Nicht genau so wie damals vor vier Jahren. Aber sehr mühsam, ständig wechselnd, mal im Fuss, über dem Knie, in der Kniekehle und seit dem Longrun am Sonntag auch im hinteren Oberschenkel.
Um mit möglichst gutem Material laufen zu können, habe ich mir einen neuen On geleistet und mich gleich auch von einem Alternativ-Schuh überzeugen lassen. Dieser fühlte sich im Geschäft genial an und liess mich ebenfalls auf Wolken schweben. Beim ersten Jogging habe ich aber schon nach wenigen Kilometern gespürt, dass ich damit überhaupt nicht zurecht komme - nun hoffe ich, dass ich dieses Modell umtauschen darf.
So bin ich weiter auf der Suche nach einem Wechsel-Schuh und einer dauerhaften Lösung für die hartnäckigen Verspannungen der tief liegenden Muskulatur.
Nach einer schmerzhaften Triggerpunkt-Behandlung beim Physiotherapeuten lief der lockere Lauf heute gar nicht so schlecht - etwas besser jedenfalls als das etwas schnellere Training gestern. Und bis morgen sollte auch der Muskelkater von der Behandlung verschwunden sein.
Wie immer erhielt ich den Rat, auf alle Fälle in Bewegung zu bleiben! Auch die Teilnahme am Jungfrau-Marathon sollte nicht gefährdet sein - vorstellen kann ich es mir aber nicht, in 10 Tagen länger als 5 Stunden unterwegs zu sein...
10.1 km lockerer Lauf 5:36 Min./km / Puls 128
+/- 75 hm / 23° schön
Track http://connect.garmin.com/activity/370371312
Gestern
12 km intensiver Dauerlauf 59:14 Min. / 4:56 Min./km / Puls 144
in 15.1 km 5:05 Min./km / Puls 139
+/- 110 hm / 19° schön
Track http://connect.garmin.com/activity/369832344
Montag
7.1 km Jogging 5:50 Min./km / Puls 121
+/- 85 hm / 23° schön
Track http://connect.garmin.com/activity/369377522
Als ich vor den Ferien durch den Laufladen 4feet gestreift war, war mir eine Norrona Regenjacke aufgefallen. Ultradünn, leicht und gut geschnitten, offenbar sehr atmungsaktiv und angenehm zu tragen. Der einzige "Nachteil", der Preis - zum Glück hatte ich zum Geburtstag mehrere Gutscheine bekommen...
Heute war ich nicht unglücklich über den Regen - endlich Gelegenheit für den Härte-Test!
In meinen 11 Lauf-Jahren hatte ich es schon mit mancher Regenjacke versucht, bisher aber noch keine gefunden, die mir passte. Ich mag das Gefühl, in einem Plastiksack zu stecken nicht. Beim Laufen wird mir sehr schnell sehr warm. Ich kann es nicht ertragen, wenn sich unter einem Kleidungsstück Hitze und Feuchtigkeit staut. Bei Regen bin ich deshalb bisher oft - statt mit Regenjacke - in zwei Schichten gewöhnlicher Laufkleidung gelaufen.
Jetzt habe ich meine Regen-Wetter-Lösung gefunden! Die Norwegische Norrona-Regen-/Wind-Jacke sitzt einfach perfekt, hüpft nicht am Körper herum, verursacht keine Reibung, die den Pulsgurt zu Fehlanzeigen verleitet, lässt sich unter den Armen bei Hitzegefühl sehr grosszügig öffnen, bis zum Kinn wohlig warm schliessen, und die Kapuze kann man dank verstellbarem Gummizug bei Wind um die Ohren winddicht zuziehen.
Mein T-Shirt war - bis auf ein paar Schweisströpfchen - auch nach einer Stunde im strömenden Regen noch ganz trocken.
Trotzdem wünsche ich mir jetzt anschliessend an die lange "Eis-Zeit" keine Regenzeit ;-) Doch es ist ein gutes Gefühl, ein Rezept gegen Dauerregen in der Garderobe hängen zu haben!
10.1 km Jogging / 5:53 Min./km / Puls 117
+/- 75 hm / 4° Regen
Track http://connect.garmin.com/activity/295530080
Gestern
7.1 km Jogging 6:00 Min./km / Puls 122
+/- 65 hm / 4° bedeckt
Track http://connect.garmin.com/activity/295104837
Spannend, dass sich jene Trainings, von denen man erwartet hat, sie würden besonders schwierig oder mühsam werden, oft als ganz einmalige Erlebnisse herausstellen! Abends nach neun Uhr scheint es ein wenig verrückt, sich bei Wind und leichtem Schneegestöber auf nasse Strassen hinauszuwagen, die dabei sind, sich in Eisflächen zu verwandeln.
Wir treffen wirklich auch niemanden, der diese Idee teilt. Bei einigen der wenigen Häuser, an welchen wir vorbeikommen sind schon alle Lichter aus.
Wir finden absolute Stille, Einsamkeit und Winterverhältnisse, die uns an den hohen Norden erinnern. Unsere Atemdampf-Wolken schweben vom Rückenwind getragen wie Geister neben uns her und die Schneeflocken tanzen im Licht der Stirnlampen.
Mit den Asics GT-2170 findet Andi erstaunlich guten Halt auf den rutschigen Strassen. Und ich bin glücklich, dass sich meine On's mit dem Nordic-Grip-Spike-System "verkleiden" lassen.
Es läuft auch bei diesen schwierigen Bedingungen viel besser, als wir knapp zwei Wochen nach einem Marathon erwarten würden.
Nach dem mystischen Lauf durch die Winternacht fühlen wir uns besonders zufrieden. Es ist schön, manchmal ein bisschen verrückt zu sein! Wider erwarten fallen mir nach dem Duschen bald die Augen zu und ich schlafe ruhig und tief wie schon lange nicht mehr.
12.1 km lockerer Lauf 5:40 Min./km / Puls 128
+/- 90 hm
-1° überfrierende Nässe, schneebedeckte Strassen, leichter Schneefall
Track http://connect.garmin.com/activity/270751207
Gestern
7.1 km unterwegs mit den lätti runners 6:40 Min./km / Puls 117
+/- 15 hm / 0° windig
Track http://connect.garmin.com/activity/270547056
Da ich zwei unterschiedlich grosse Füsse habe, passt einer meiner beiden Laufschuhe oft nicht optimal. Entweder hat ein Fuss zu viel, oder zu wenig Platz. Beim Edinburgh Marathon rutschte der kleinere Fuss offensichtlich zusehr im etwas zu grossen Schuh herum. An der Kuppe der zweiten Zehe bildete sich eine riesige Blase, die auf den letzten Kilometern sogar den Nagel aus seinem Bett hebelte...
Nach diesem schmerzhaften Erlebnis kaufte ich mir meinen Marathon-Schuh - den On Cloudsurfer - eine halbe Nummer kleiner.
Der linke Schuh passt nun prima. Beim ersten Longrun, den ich damit lief, war's aber der rechten Grosszehe nicht mehr wohl. Die Verstärkung der Schnürsenkel-Löcher drückte so stark, dass sich auf der Zehe hinter dem Nagel eine grosse Blase bildete. Das Tragen von dünneren Socken war auch keine Lösung. Und ich machte mir schon ernsthaft Gedanken, wie ich mit diesen Schuhen einen nächsten Marathon überstehen sollte.
Da entdeckte ich auf der Homepage des schwedischen Runner's World einen genialen Schuh-Schnür-Tipp!
Indem man den Schnürsenkel direkt vom untersten Loch über der Grosszehe zum diagonal obersten Loch beim Sprunggelenk führt, kann man durch den beim Binden entstehenden Zug erreichen, dass die Grosszehe mehr Platz in der Zehenbox erhält. Den langen Rest des Schnürsenkels fädelt man abwechselnd quer und diagonal in alle übrigen Löcher ein. Dieser einfache Schuh-Schnür-Trick hat den Ernstfall-Test beim Hellebardenlauf bestanden. Und ich kam mit zwei heilen, blasenfreien Füssen ins Ziel :-)
http://www.marathon.se/utrustning/guider/smarta-s%C3%A4tt-att-sn%C3%B6ra-om-skorna
So gut wie den Füssen, geht's der Beinmuskulatur nach unserem etwas übermütig gelaufenen Erlebnis-Wettkampf leider nicht. Ich hoffe, dass das heutige Jogging durch den frühmorgendlichen Nieselregen die Verspannungen so weit lösen konnte, dass ich den morgen anstehenden 18 km Longrun geniessen kann.
5.1 km Jogging / 5:58 Min./km / Puls 120
Track http://connect.garmin.com/activity/192550422