Donnerstag, 17. September 2015

Letzte Sommer-Sonnenstrahlen tanken

Sonntag, 13. September
Wir können definitiv nicht mehr von den roten Radweg-Wegweisern lassen! Die Neugier, nur schnell nachzuschauen, wohin jene Route in der nächsten Umgebung führt (Nr. 24), bringt uns bis zum Bielersee.



Nach den nächtlichen, abkühlenden Regenschauern ist die Sonne wieder hervorgekommen. Es ist noch einmal sommerlich warm. Doch die frisch abgeernteten Felder duften erdig, und die reichen Auslagen der Hofläden am Wegrand zeugen eindeutig davon, dass es Herbst wird.


Nicht nur wir nutzen die Gelegenheit noch ein paar Sommer-Sonnenstrahlen zu ernten. Auf dem Naturweg entlang des Aarekanals bis zum Bielersee heisst es Slalom-Fahren. Spaziergänger, Wanderer mit oder ohne Hunde, Radfahrer, Kinderwagen Schiebende, Flyer-Touren-Fahrer und Angler lockt der strahlende Nachmittag nach draussen.


Doch die Hindernisfahrt lohnt sich. Herrlich ist es am glitzernden See eine Weile am Ufer zu sitzen. Wir lassen uns Eis bzw. Nussgipfel schmecken, bevor die Erkundungstour auf einer anderen Route (Nr. 64) wieder heimwärts führt. 


Eine besondere Überraschung ist die Routenführung durch Lyss. Die lauschigen Wege entlang des Lyssbaches waren uns völlig unbekannt, obwohl wir eine Zeit lang da gewohnt hatten!

52.2 km Biketour 21.1 km/h / Puls 112
+/- 280 hm, 20° schön, sanfter N-Wind

Track https://connect.garmin.com/modern/activity/897471723


Dienstag
23.4 km ElliptiGO 21.1 km/h / Puls 126
+/- 210 hm, 16° schön, kräftiger NO-Wind

Samstag, 12. September 2015

Ein vierblättriges Kleeblatt ...

... hätten wir bei unserer Biketour heute auf die Landkarte "malen" wollen. Wir dachten nämlich dabei Daumen drückend und Glück wünschend an unsere Läuferkollegen, die am Jungfrau-Marathon unterwegs waren. Das Bild der Route auf der Garmin-Aufzeichnung lässt zu wünschen übrig - die guten Gedanken sind hoffentlich trotzdem angekommen!


Wenn auch beim Blick in Richtung Alpen ein wenig Wehmut aufkam, so hatten wir doch unseren Spass, den Schüpberg aus vier Richtungen vier Mal zu erklimmen und genauso oft auf den rasanten Abfahrten den Fahrtwind um die Ohren brausen zu hören. 


Zuerst pedalten wir von Osten zur Hochfläche hinauf.



Das zweite Hügel-Intervall führte uns von Norden zum winzigen Dörflein.


Von Süden her war am meisten Kraft gefordert, und die Aussicht in die Berge am eindrücklichsten.



Vor der letzten Runde gönnten wir uns eine Pause im lauschigen Schüpberg-Beizli. Laufpause hin oder her - das Leben ist schön!


50.1 km Biketour 19.7 km/h / Puls 120
+/- 760 hm, 11-17° schön, sanfter N-Wind
Track https://connect.garmin.com/modern/activity/895773408

Donnerstag, 10. September 2015

Langstrecken-Biken und Laufpause

Bereits seit drei Wochen haben wir die Sonntags-Longruns durch lange Ausfahrten per Bike ersetzt. Die rot ausgeschilderten Radrouten machen uns den Verzicht einfach. Kennt man sein Ziel, kann man getrost den Wegweisern folgen und sicher sein, dass man möglichst auf Nebenwegen durch sehenswerte Gegenden gelotst wird!

Am 30.8. starten wir noch bei Dunkelheit. Sursee, das Städchen am Sempachersee wollen wir diesmal über die Mittelländer Hügelroute erreichen (Regionale Route Nr. 84 von Veloland Schweiz).



Bis nach Kirchberg kennen wir die Gegend vom Laufen her und können auf bekannten Wegen dem fantastischen Sonnenaufgang entgegen rollen.


Dort hilft uns ein Info-Punkt samt Karte weiter. Nach einem Abstecher auf den Alten Bernerweg (Route Nr. 34) machen wir in Niederösch einen Schwenker nach Wynigen. Hier kann unsere Reise auf der Mittelländer Hügelroute beginnen.



Erst ist von Hügeln nicht viel zu spüren. Gemütlich radeln wir durchs sonnendurchflutete Tal der Önz. Der Weg führt durch Bollodingen und Bettenhausen - Ortschaften, deren Namen wir noch nie gehört hatten.


Vor Langenthal wird die Strecke ihrem Namen dann gerecht. Die Steigungen sind aber mild, und die hügelige Fahrt beschert uns wunderschöne Ausblicke übers Mittelland bis zur Jurakette.


Am Bahnhof von Langenthal haben wir gut die Marathon-Strecke geschafft - Zeit für ein Frühstück, danach sind wir gewappnet für die restlichen 38 Kilometer.


Vorbei am Kloster von St. Urban gehts nach Pfaffnau. Hier haben sich die höhenmeterreichsten Passagen versteckt.





Auf eine weite Hochebene folgt die schwungvolle Abfahrt durch den "Martinsgrabe", die uns zur Autobahn A2 bringt.



Meist ausser Seh- und Hörweite der Hauptverkehrsachse leiten uns die roten Schilder flussafwärts der Wigger entlang durchs gleichnamige Tal. Eindrucksvolle, alte Bauernhöfe und das Naturschutzgebiet "Undermoos" liegen an unserem Weg.




Und die Aussicht nach dem letzten anstrengenden Anstieg ist eine tolle Belohnung. Vor den berühmten Ausflugsbergen Rigi und Pilatus glitzert der Sempachersee in der Sonne, und bis an den gedeckten Tisch bei Andis Eltern ist es nicht mehr weit.


85.7 km lange Biketour 20.3 km/h / Puls 127
+ 675 hm / - 705 hm, 18-30° schön, sanfter OSO-Wind
Track https://connect.garmin.com/modern/activity/882333858


Bis vor einer Woche dachten wir trotz Rückenschmerzen (Folgen einer Diskushernien-Operation 2007) und Plantarsehnenreizung (Andi) an einem Lauftraining pro Woche festhalten zu können. Und am Montag startete ich mit neun motivierten Frauen zu Fuss zu einem, lange in Aussicht gestellten Laufkurs ... 

Doch es macht keinen Spass bei jedem Schritt Einschränkungen und Schmerzen zu spüren. Und auf lange Sicht wird die Heilung wahrscheinlich verzögert. So haben wir uns nun zur Laufpause entschieden.

Definitiv ausschlaggebend war, dass ich auf ein Interview mit dem schwedischen Top-Ultraläufer Jonas Buud stiess. Er hat u.a. die Königsdisziplin des Swissalpine (K78) bereits achtmal in Serie gewonnen.
In seinem Becken war nach der 100 km-WM Ende November ein Haarriss entdeckt worden, und die Ärzte sagten ein Jahr Abwesenheit vom Sport voraus ...
Er nahm den weiten Weg in Angriff - zuerst mit leichter Physio und Rumpfkraft-Übungen. Es folgten im Winter Langstrecken-Fahrten auf dem Hometrainier, welcher Tour de France-Passagen simulierte. Erst im April waren erste Laufschritte möglich - 5 x 1 Minute - welch vorbildlich sanfter Einstieg für einen Ultraläufer, der sich gewohnt ist über sechs Stunden zu laufen!
Im Mai gelangen 40 Lauf-Minuten am Stück - und bereits Ende August konnte Jonas Buud einen magischen Rekord-Sieg bei der Sommerausgabe des Vasalaufes dem "Ultravasan" über 90 km feiern! Er bewältigte die anspruchsvolle, hügelige Strecke, die oft auf Holzplanken durch Moore verläuft in 5:45 Stunden - im unvorstellbaren 3:50 Min./km Schnitt!



Rekorde möchten wir keine mehr brechen, jedoch unbedingt die Marathondistanz wieder bewältigen! 
Mit dem Umsteigen auf die Mountainbikes sind wir wohl vorerst auf einem guten Weg. Ob unsere hügelige Abendrunde über den nahen Frienisberg und den Schüpbberg der Tour de France-Strecke nur annähernd ähnelt, wissen wir nicht - schön ist sie auf jeden Fall - und sie tröstet darüber hinweg, dass die Laufschuhe im Schrank bleiben müssen! 

Donnerstag, 3. September
23.4 km 19.6 km/h / Puls 115
+/- 330 hm, 18° bedeckt, sanfter WNW-Wind
Track https://connect.garmin.com/modern/activity/886863860





Dienstag, 8. September 
23.3 km 18.8 km/h / Puls 111
+/- 345 hm, 21° schön, starker O-Wind
Track https://connect.garmin.com/modern/activity/892240210

Samstag, 29. August 2015

Mehr Bike als Run

Eine fiese kleine Fussverletzung macht sich bei Andi seit Juni immer wieder bemerkbar. Der gereizte Ansatz der Plantarsehne verlangt nun definitiv nach einer Laufpause. Bereits vor zwei Wochen verlegten wir die lange Wochenend-Trainings-Einheit aufs Mountain-Bike. Die Tour führte uns bei Nieselregen um den Bucheggberg.


50.7 km 20.6 km/h / Puls 113
+/- 455 hm / 18° leichter Regen, sanfter N-Wind
Track https://connect.garmin.com/modern/activity/867384430


Bis Ende letzter Woche versuchte ich in meinem Lauf-Rhythmus zu bleiben. Wegen Rückenschmerzen waren die Trainings aber kein Hochgenuss. Mehr schlecht als recht "wurstelte" ich mich durch 12 Kilometer im Mitteltempo, die moderaten 1000-Meter-Intervalle waren ein Krampf, und der Solo-Longrun lief auch nicht unbeschwert. Deshalb habe ich beschlossen, wie Andi vermehrt aufs Bike zu steigen.

Letzten Sonntag bewältigten wir zum zweiten Mal aus eigener Kraft eine Distanz, die wir sonst nur ungern auf einer knapp stündigen Autobahnfahrt zurücklegen.




Am Bucheggberg vorbei gings durchs Limpachtal, in dem es anlässlich des Eidgenössischen Hornusserfestes vor lauter Betriebsamkeit nur so wimmelte. Wir hatten keine Musse, dem traditionellen Treiben zuszusehen, waren wir doch gespannt, ob wir in Solothurn den Einstieg zur Nationalen Velo-Route Nr. 5 - der Mittellandroute - finden würden.


Den Bahnhof anzusteuern war eine gute Idee. Kurz darauf wussten wir anhand der perfekten Infotafel, was uns noch erwarten würde und nahmen der Aare antlang Kurs auf Olten. 


Die roten Radwegschilder führten uns sehr zuverlässig, doch erstaunlich selten direkt dem Fluss entlang. Ab und zu gab es saftige, unerwartete Anstiege zu bewältigen.


 Wir erlebten das Mittelland, wie wir es noch nie zuvor gesehen hatten. Nach Aarwangen ...


... waren wir lange auf geschotterten Wegen durch den Wald unterwegs und gelangten zu einer riesigen Kiesgrube, die zum Teil bereits zu einem Naturschutzgebiet renaturiert worden war.



Eine dunkle Wolkenfront jagte uns vor sich her. Bevor sich der Nieselregen in starke Schauer verwandelte, erreichten wir in Ruppoldingen das Aarekraftwerk, bei dem das Werk "Energia" des Künstlers Paul Gugelmann die Wasserkraft sichtbar macht. Gleich nebenan konnten wir im Restaurant Aareblick dem Regen entfliehen und bei schöner Aussicht neue Energie tanken. Der Regenschutz blieb auf der Weiterfahrt im Rucksack.



Die Aarburg mal aus der Nähe zu sehen, darauf hatten wir uns besonders gefreut. Und dass der Radweg mitten durch die Altstadt von Olten führte, war eine schöne Überraschung.



Ein kurzes, steiles Stück war Schieben angesagt. Dann rollte es auf dem Aaredamm wieder im Schnellzugtempo. Die Dampfwolke aus dem Kühlturm des Kernkraftwerk Gösgen hatte uns schon von Anfang an grob die Richtung gewiesen. Nun war es nicht mehr weit, bis zum Ziel - Schönenwerd.
Die Beine pedalten noch immer munter, doch der Regen wurde wieder stärker, da waren wir froh, bei meinem Vater ins Gartenhäuschen schlüpfen zu können, wo ein fröhliches Quartett sich gerne beim Jassen stören liess.



80 km Biketour Mittellandroute 22.2 km/h / Puls 122
+/- 360 hm / 18° schön - leichter Regen, sanfter O-Wind
Track https://connect.garmin.com/modern/activity/875003780


Dazu gut 73 Wochen-Laufkilometer
Darin 12 km Mitteltempo in 10 Meilen

5 x 1000 m moderat in 11 km
und ein 26 km Longrun ...


Zum "Aufwärmen" pedalten wir heute auf den Bucheggberg. Und für morgen haben wir uns vorgenommen, wieder stundenlang dem "Ruf" der roten Veloland-Schweiz-Wegweiser zu folgen. Da gibt es noch faszinierend viel zu entdecken!

30.9 km Biketour 19.1 km/h / Puls 123
+/- 455 hm / 22 ° schön, heiss, sanfter N-Wind
Track https://connect.garmin.com/modern/activity/880928039