Freitag, 7. September 2012

Bereit für Nummer fünf

In mystischer Mogennebel-Stimmung absolvierten wir ein letztes "Training" vor unserem fünften Jungfrau Marathon. Das für morgen geplante Longrun-Tempo fühlte sich gut an. Jetzt ist das Wohnmobil gepackt, und wir sind bereit für dieses lang ersehnte, bergige  Abenteuer.


Genau wie bei unserer ersten Teilnahme, findet dieses Jahr die Langdistanz Berglauf-Weltmeisterschaft im Rahmen des Jungfrau-Marathons statt. Damals lief ich allerdings ganz und gar nicht weltmeisterlich, nein ich habe ziemlich gelitten...
2008 war mein Rekordjahr und der Jubel beim Zieleinlauf dementsprechend.
2009 war ich mit Andis Laufeinteilung von 2008 bis vor der Moräne auf Bestzeiten-Kurs unterwegs. Und während er seine Zeit vom Vorjahr verbessern konnte, verlor ich auf den letzten Kilometern zu viele Minuten, um es ihm gleich zu tun.
Der Lauf von 2011 war insofern speziell und besonders eindrücklich, weil es unser aller erster Erlebnis-Marathon war, den wir einfach zum Geniessen liefen.
Nun freuen wir uns auf jeden einzelnen der so abwechslungsreichen und eindrücklichen Kilometer und hoffen, dass unsere fünfte Teilnahme eine positive Mischung aus den letzten vier Läufen wird. 

4.1 km DL locker 5:40 Min./km / Puls 114 / 12° Nebel
Track http://connect.garmin.com/activity/219702676

Donnerstag, 6. September 2012

Wie geht es uns?

Um diese Frage zu beantworten, schlüpften wir heute um fünf Uhr früh in die Laufschuhe. Stockdunkel war es im Wald, und der Kauz schimpfte. Die hüpfenden Stirnlampen Lichter waren ihm wohl nicht ganz geheuer.
Mit bettschweren Knochen fühlte sich die kurze Steigung nach 500 Metern an wie ein Berg. Am Samstag einen Marathon laufen zu wollen, noch dazu einen bergigen, schien uns ein sehr ehrgeiziges Abenteuer. Ob es nicht besser gewesen wäre, eine halbe Stunde länger zu schlafen, der Regeneration wegen, die doch in der Tapering-Phase das Wichtigste ist?

Doch das Klingeln des Weckers war eine Befreiung gewesen. Es hatte uns beide aus einem Marathon-Albtraum vom "nicht vorwärts Kommen" befreit. In den Erholungstagen schleichen sich mühsame Traum-Geschichten, nächtliche Wadenkrämpfe, oder das Gefühl alle Treppen seien viel zu steil regelmässig ein. 
Ich schätze diese kurzen Mini-Trainings. Es tut gut zu spüren, dass die vom Auffüllen der Energie-Speicher schweren Beine das Laufen nicht so schnell verlernen. 
Bei 16 Grad schwitzten wir unter der feuchten Hochnebel-Decke zünftig. Auf dem Heimweg wurden unsere Schritte aber lockerer. 
Ich glaube, es geht uns gut. Wir freuen uns auf den grossen Tag! 
Doch der Respekt bleibt, auch wenn wir "nur" einen Erlebnis-Lauf vorhaben! Ein Marathon ist ein Marathon...

4.1 km Jogging / 5:53 Min./km / Puls 115 / 16°
Track http://connect.garmin.com/activity/219366285

Dienstag, 4. September 2012

Gegen eine Wand laufen

Als ich an diesem grauen Herbst Morgen nach zwei Kilometern Einlaufen zum Marathon-Tempo Intervall startete, kam es mir vor, als ob ich gegen eine Wand laufen müsste. Und dies, obwohl ich auf dem ersten schnellen Kilometer immer etwas "schummle". Unsere Trainingsstrecke ist hügelig, und ich rolle gerne "bergab" ins Tempo-Training hinein (zum Ausgleich gehts auf dem letzten schnellen Kilometer dann "bergauf"). 
Heute half alles Schummeln nichts, die "Bise" wehte mir so stark entgegen, dass ich hügelabwärts kaum vorwärts kam und keine Chance hatte, mit vernünftigem Puls die vorgenommene Geschwindigkeit (4:37 Min./km) zu erreichen. Auf der zweiten Etappe über den flachen "Roggenacher" rauschte der heute eigenartig warme Nordwind heftig im Maisfeld. Und mein Laufstil fühlte sich sehr eckig und schwerfällig an.
Bevor allzu grosse Zweifel an der Form aufkamen, konnte ich zum Glück wenden und auf der 3. und 4. Etappe die "Bise" als Rückenwind geniessen. Welch ein Unterschied! Plötzlich hatte ich das Gefühl Flügel zu haben, und sogar der letzte "bergauf" Kilometer ging locker von den Beinen.

Nun werden wir 10 Tage Pause einlegen im Training für den Maratona Ticino. Denn wir wollen es am Samstag mit einer ganz anderen Wand aufnehmen können. Wir freuen uns darauf, wie letztes Jahr den Jungfrau Marathon als Erlebnis-Lauf zu laufen. Dort wird uns nach gut 25 Kilometern die Wengener Wand erwarten. Mit ihren über 20 steilen Serpentinen und fast 400 zu überwindenden Höhenmetern auf 2 Kilometern ist sie allerdings erst der Auftakt zum bergigen Teil dieses "schönsten Marathons der Welt"...      

4 x 2000 m Marathon-Tempo / 4:37.2 Min./km / Puls 151.9
1. 2000 m - 9:23 Min. / 4:41.5 Min./km / Puls 148.5
2. 2000 m - 9:36 Min. / 4:48.0 Min./km / Puls 152.5 
3. 2000 m - 8:49 Min. / 4:24.5 Min./km / Puls 154.5
4. 2000 m - 9:10 Min. / 4:35.0 Min./km / Puls 152.0
in 15 km / 5:19 Min./km / Puls 138 / 18° / 5 m/s "Bise"
Track http://connect.garmin.com/activity/218714469

Gestern
8.1 km Jogging / 6:00 Min./km / Puls 117
Track http://connect.garmin.com/activity/218440854

Sonntag, 2. September 2012

Kurz und trotzdem nicht ganz schmerzlos

Das Herumbasteln an unserem Trainingsplan blieb nicht ganz ohne Folgen. Der um einen Tag vorgezogene, etwas umfangreichere und recht zügig gelaufene Longrun folgte offenbar gestern zu früh auf den Tempo-Lauf vom Donnerstag. Und das entspannende Jogging zwischen diesen beiden anstrengenden Trainings hat mir gefehlt. 
Heute hatten wir Mühe anzulaufen, und die Spannung in meinen müden Beinen löste sich bei unserer gemütlichen Waldrunde nicht ganz. Aber eine Woche vor einem Marathon muss man doch ein kleines Wehwehchen haben, um nicht übermütig zu werden... 

8.4 km Jogging 6:00 Min./km / Puls 118 / 13°
Track http://connect.garmin.com/activity/217935653

Samstag, 1. September 2012

Dauerregen-Longrun

Nieselregen bei absoluter Dunkelheit, leichtes Tröpfeln in der Dämmerung, im Wald dicke Tropfen, die von den Bäumen platschen, tief hängende Wolken über den Feldern, immer stärker werdender Regen, matschige Feldwege, Pfützen ohne Ausweichmöglichkeit, noch mehr Regen, Regen, REGEN, DAUERREGEN...
Kein Wunder, dass wir die Welt heute früh ganz für uns alleine hatten!
So mühsam wie ich mir das nasse Training vom warmen Bett aus vorgestellt hatte, wurde es aber keineswegs. Mit Stirnband und Regenjacke fühlte ich mich nach zwei Kilometern overdressed. Und die 
Kühle beflügelte uns, so dass wir schneller als beabsichtigt wieder zuhause waren. 
Nun hoffen wir, dass sich der 30er eine Woche vor dem Erlebnis-Marathon ein weiteres Mal  bewährt. 

30 km Longrun / 5:33 Min./km / Puls 132 
+/- 210 hm / 11° / Regen
Track http://connect.garmin.com/activity/217301599

Donnerstag, 30. August 2012

Lichtstreifen am Horizont

Rechtzeitig zu unserem Training hörte es auf zu Regnen, und es zeigte sich nicht nur was das Wetter anbelangt ein Lichtstreifen am Horizont.
Die Rückenschmerzen waren heute im Alltag immer erträglicher geworden. Und beim Laufen musste ich keinen Gedanken mehr daran verschwenden. Ich liebe es zu laufen, wenn die Luft so kühl und frisch gewaschen ist. Und so machte es heute riesigen Spass die Kilometer im Lieblings-Tempo fast wie von selbst vorbeiziehen zu lassen.

Beim Auslaufen leuchtete gar ein Streifen Abendrot zwischen den Wolken. Und wir freuten uns darauf, beim verdienten, späten Abendessen den Leichtathleten beim Zürich Meeting zuzuschauen. Sie hatten leider nicht so viel Wetterglück wie wir.

10 km Mitteltempo 47:54 Min. / 4:47.5 Min./km / Puls 149 
in 15.1 km / 5:05 Min./km / Puls 139
+/- 95 Höhenmeter / 16°
+ Rumpfkrafttraining
Track http://connect.garmin.com/activity/216826632

Mittwoch, 29. August 2012

Es geht aufwärts!

Rumpfkraft Training sollte fest in den Trainingsplan von Läufern gehören. Das kann man in jeden Laufbuch lesen, und ich vertrete diese Meinung in der Laufgruppe. Es ist mir aber noch nie gelungen, solche Übungen konsequent in meinem Wochenprogramm  unterzubringen. Viel zu häufig gebe ich mich damit zufrieden, mich nur einmal pro Woche mit den lätti runners zum Aufwärmen vor dem Tempo-Training auf den Gymnastik-Matten abzumühen. 
Auf der Suche nach neuen Ideen für die Gruppe, stiess ich heute auf der Homepage des UTMB auf ein interessantes KräftigungsprogrammUnd das Beste war, dass ich all diese Übungen ohne das geringste Zwicken im Rücken bewältigen konnte! 
Zu 3 x 30 Minuten Muskel-Korsett-Pflege pro Woche wird im Video geraten! Und es wäre bestimmt besser, damit nicht erst anzufangen, wenn Probleme auftauchen. Ich nehme noch einmal einen Anlauf...
Der lockere Lauf "lief" nach den Kraftübungen jedenfalls wie geschmiert! 
Und nach einer wohltuenden Akupunkt-Massage konnte ich die Schmerzmittel absetzen.
Doch ein zweites Mal zu laufen, wagte ich heute nicht. Per Bike begleitete ich die lätti runners bei ihren 3 x 10 Minuten Halbmarathon-Tempo Intervallen. Sie waren übrigens nicht traurig gewesen, als wir wegen des einsetzenden Gewitter-Regens die Gymnastik-Matten bereits nach zehn Minuten wieder hatten versorgen müssen...

12.1 km Dauerlauf locker 5:40 Min./km / Puls 123  
+/- 85 hm / 20° / + Rumpfkrafttraining
Track http://connect.garmin.com/activity/216324247