Sonntag, 15. Dezember 2013

Lockerer Lauf nach Bern

Der hartnäckige Nebel hält sich im Seeland. Unsere Teenies berichteten letzte Woche jeden Tag, dass sie auf dem Schulweg nach Bern jeweils die Sonne finden, so soll die Stadt heute das Ziel des ersten "Longruns" nach dem Firenze Marathon sein. 
Wir stellen das Auto an der Aare-Schlaufe in Zollikofen ab und finden unterwegs auf dem Wanderweg entlang der Aare tatsächlich ein paar Sonnenstrahlen.


Die Wintersonne dringt nicht überall ins tief eingekerbte Tal. Kilometerweise ist der Naturweg stark vereist, und obwohl er gekiest wurde bleibt er stellenweise abenteuerlich rutschig.


Wir unterqueren sieben Brücken, bis wir zu unserem Wendepunkt gelangen - die Strassen- und Eisenbahnbrücke in der Tiefenau, die Neufeld-Autobahnbrücke, Strassen- und Eisenbahnbrücken in der Lorraine, die filigrane Kornhausbrücke (samt Fussgängersteg, unter dem wir den Kopf einziehen müssen) und die schöne Nydegg-Brücke am Rande der Berner Altstadt.


Unser Ziel ist der Bärenpark. Die 4 Jahre alte, 6000 m2 grosse Heimat der Berner Bären scheint verlassen. Die drei Braunbären Björk, Finn und Ursina haben sich bereits zur Winterruhe in ihre Höhlen zurückgezogen. Wenn man allerdings ganz genau schaut und den Augen Zeit lässt, die düstere Höhle zu erkunden, dann kann man Ursina entdecken, die noch nicht im Tiefschlaf versunken ist, sondern die Touristen neugierig aus ihrem Versteck heraus beäugt.


Die Sonne ist schon längst hinter den Hügeln am Aareufer versunken, als wir uns auf den Heimweg machen. 



Dass wir nun flussabwärts laufen ist trotz des geringen Gefälles der Aare deutlich spürbar. Es rollt gut, und doch sind unsere Beine der Meinung, dass 13, 14 Kilometer für den ersten längeren Lauf nach dem Marathon auch gereicht hätten...


Mehr rutschend als laufend bewegen wir uns über die eisige Piste...


... und wir sind froh, als wir mit heilen Knochen wieder beim Restaurant Schloss Reichenbach in Zollikofen landen.


16.0 km "Longrun" 5:36 Min./km / Puls 136
+/- 50 hm / 1° schön
Track http://connect.garmin.com/activity/416026045

4 Kommentare:

  1. Hallo,

    16km und Longund schließen sich fast aus, oder? ;)
    Aber für einen ersten Lauf nach dem Marathon ist das natürlich vollkommen ausreichend. Und in dieser schneebedeckten Landschaft macht das Laufen ja auch einfach nur Spaß und das ist und bleibt die Hauptsache.

    Grüße Markus

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    1. Hallo Markus
      Natürlich hast du Recht - für Marathon-Läufer ist ein 16 km Training kein richtiger Longrun, solche Distanzen laufen wir in den Marathon-Aufbau-Wochen schon mal mitten unter der Woche beim Tempo-Dauerlauf oder einfach zum lockeren Kilometersammeln ;-)
      (Ich habe diesen Einwand erwartet und dem Training "nur" das Label lockerer Lauf verpasst ;-)
      Wir haben gestern gestaunt, wie lange man 16 Kilometer nach drei Regenerations-Wochen empfindet. Es schien unglaublich, dass wir vor 21 Tagen noch fähig waren 42.2 km zu schaffen... Und in diesem Sinn war dieser "Longrun" gestern doch ziemlich lang :-)
      Die für uns zum Teil neue Strecke hat ihn aber kurzweilig und unvergesslich gemacht!
      Liebe Grüsse
      Marianne

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  2. Hallo Marianne,
    ach wie schön sieht Bern doch aus, so leicht angezuckert! Ein schöner Lauf, herais aus dem -gefühlt- so häufigen Nebel im Seeland Diesen Teil der Aare kenne ich nicht, auch noch nicht den neuen Bärengraben (Welch ein Glück, dass die Teiere endlich ein besseres Quartier haben!). Hattet Ihr denn Spikes dabei? Sonst könnte die eisige Wegpassage ganz schön gefährlich werden...
    Liebe Grüße
    Elke

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    1. Hallo Elke
      Von und nach Bern der Aare entlang zu laufen, das kann ich dir wirklich empfehlen. Obwohl ich gestaunt habe, wie viele andere Läufer und Spaziergängern mit Kinderwägen und Hunden vor Sonnenuntergang auf den schmalen Wegen unterwegs waren.

      Wir hatten nicht mit Eis gerechnet, und so waren die Spikes zuhause geblieben! Die rutschigen Passagen waren wirklich abenteuerlich, besonders jene Stellen, da Wasser aus den Abhängen hervorgequollen, über den Weg gelaufen und zu Eis erstarrt war.
      Am gefährlichsten war es jedoch mitten in der Stadt, wo sich auf den feuchten Asphaltwegen nach Sonneuntergang sofort wieder Glatteis bildete. Da nahmen wir schon mal bewusst Abstand vom steilen Ufer, um bei einem Sturz nicht im Wasser zu landen...
      Liebe Grüsse
      Marianne

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